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Thereses Zeit war im katholischen Bereich bis in die Familien und in die Klöster hinein vom Jansenismus geprägt,

einem religiösen Denken, dem zufolge nur eine geringe Zahl der Menschen von Gott gerettet werden kann, die überwiegende Mehrheit jedoch für den Himmel verlosren ist. Die Geretteten werden vor allem mit den Ordensleuten identifiziert, da sie ja im „Stand der Vollkommenheit“ leben. Ihre Rettung verdanken diese vor allem ihren eigenen religiösen Anstrengungen. Sie sehen sich auserwählt, den Rest der Menschheit, der in ihren Augen hoffnungslos in Sünden verstrickt ist, durch ihr Opferleben vor dem Zorn Gottes zu bewahren. In der Familie wurde Therese – dieser Auffassung gemäß – dazu erzogen, sich durch Opferakte, die man ihr abverlangte, ihren Himmel selbst zu verdienen. …

Hinter solchen Auffassungen steht letztlich ein falsches Denken von Gott und seiner Schöpfung. Therese wird das Gottesbild ihrer Zeit und damit auch die Auffassung vom religiösen Leben zurückkorrigieren auf das Evangelium. Ihre innere Biographie zeigt die Entwicklung vom jansenistischen Irrweg des „Müssens“ und des „Verdienste Sammelns“ hin zum Weg der Dankbarkeit und des Vertrauens als Antwort auf das Beschenktwerden von Gottes Liebe. Sie nennt ihn den „kleinen Weg“... Sie weiß und lehrt, dass „allein die Liebe zählt“ - die Liebe Gottes und die Liebe der Mitmenschen, die fähig macht zur Liebe zu Gott, zum Nächsten, zu aller Schöpfung und zu sich selbst.

Ausschnitt aus dem Text zum Andachtsbild anlässlich des 100. Todestags der hl. Therese, Hg. Provinzialat OCD

Gott und Mensch bei Teresa

O meine Hoffnung, mein Vater, mein Schöpfer, mein wahrer Herr und Bruder ...

  

Rosenkranzkönigin

 

    

    

    Rosenkranzkönigin,

    lehre uns wandeln

    auf himmlischen Pfaden

Geistlicher Impuls

Therese und der Jansenismus

Thereses Zeit war im katholischen Bereich bis in die Familien und in die Klöster hinein vom Jansenismus geprägt ...

Misericordias Domini in aeternum cantabo. (Ps 88, 2)

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