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Wegen des Trauerjahrs um ihren verstorbenen Bruder Pfr. Rudolf Hempel feierte Sr. Mechtild am 8. Januar 2019 im kleinen Kreis und im Stillen ihr Diamantenes Professjubiläum. Sie selbst beschreibt, was sie dabei empfand:

 

Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu...“

Psalm 16, 6.11

 

Für mich ist der Psalm 16 gleichsam die Zusammenfassung meines Lebens vor Gott,

in der Gemeinschaft meiner Mitschwestern, meiner Familie und vielen Menschen

in meiner Heimatgemeinde St. Elisabeth in Weißenfels/Sachsen-Anhalt.

 

In Freude und Dankbarkeit feiere ich meinen 60. Professtag in einem festlichen Gottesdienst.

 

Dankbar bin ich, dass ich mit 18 Jahren meinen Weg in die Nachfolge Christi gegangen bin. Meine Absicht ist es gewesen, Christus bräutlich zu lieben und ihm mit meinem ganzen Herzen im Karmel zu dienen, durch alle menschlichen Höhen und Tiefen hindurch.

Denn über allem ist Gott der Mittelpunkt.

 

Meine Freude finde ich sehr gut in einem Wort der hl Clara von Assisi ausgedrückt.

Sie schreibt: „Selig, wem es gegeben wird, diese Lebensgemeinschaft (mit Christus) zu genießen, ihm mit allen Fasern des Herzens zu gehören, dessen Liebe reich beschenkt, dessen Güte erfüllt, dessen Anblick selig macht – ein Schein des ewigen Lichtes.“

 

Dies ist auch veranschaulicht auf der Vorderseite des Jubiläumsbildchens,

einem Ausschnitt aus dem Kreuz von Assisi. Davor meditierte Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch: „Auch ich habe meinen Blick auf die Augen Christi gerichtet. - Es ist das Bild

des gekreuzigten und auferstandenen Christus, Leben der Kirche. Die Kirche lebt beständig

aus dieser Begegnung.“

 

Wie Papst Benedikt wurde ich von diesen Augen angerührt und gab durch meinen Eintritt

in den Karmel die Antwort darauf. Und ein Stern, der Stern der Epiphanie, führte mich

bis heute. So diene und opfere ich seitdem jeden Tag neu für Kirche und Welt,

wie es unsere hl. Mutter Teresa von ihren Töchtern wünschte.

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