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Feierliche Profess im Karmel von Rödelmaier – Es war ein festlicher Augenblick, als Blanka Neubauer ihr ewiges Gelübde ablegte, die nun den Namen „Schwester Teresa Benedicta von der göttlichen Liebe“ trägt. Den Namen hatte sie bei der Einkleidung bekommen. Das Gelübde ist ein Zeichen dafür, dass sie sich ganz Gott widmet und das weltliche mit dem klösterlichen Leben des Karmelitinnenklosters „Regina Pacis“ in Rödelmaier teilt.

Die Priorin, Schwester Ancilla nahm sie, wie alle Mitschwestern, mit herzlicher Umarmung in die Gemeinschaft auf. Für viele Schwestern war dies der Augenblick, an ihre eigene Profess zurückzudenken. So bezeichnete denn auch Pater Elias Haas, Prior des Karmelitenklosters Würzburg, den Tag als festlich für Kloster und Ordensgemeinschaft.

„Profess heißt Bekenntnis sich zur einer Gemeinschaft der Kirche zu bekennen,“ sagte Haas. Er erinnerte daran, dass man sich so einen Schritt gut überlegt. Schwester Teresa Benedicta habe sich entschieden. Dafür danke ihr die Ordensgemeinschaft und begleite die Schwester im Gebet. „Du musst deine Seele so ausrichten, dass es sie allzeit drängt zu beten, tust du das und der Herr sieht das, so kommt er dir ein Stück entgegen und führt dich weiter.“ Einen Satz, den die Ordensgründerin, die Heilige Teresa, gerne sagte. Er mache deutlich, was eine Profess bedeute „und wo unser Herz in dieser Stunde sein soll.“ Die Angehörigen von Schwester Teresa Benedicta begrüßte der Pater ebenso wie die Geistlichen, darunter die Pfarrer Bernold Rauch, Reinhold Kargl, Hans Beetz, aber auch die Patres Hermann Keul und Helmut Esser von Orden der Heiligen Familie, die einst in Rödelmaier wirkten, sowie Diakon Wolfgang Fehn, die Brüder des Karmelitenklosters Würzburg, die den Altardienst übernommen hatten und die Gäste, darunter Landrat Thomas Habermann mit Gattin.

Festprediger Pfarrer Kargl ging auf die Anfänge des Christentums, auf die Apostel ein, die normale Menschen mit guten und schlechten Eigenschaften waren. Jesus habe seine Jünger als Freunde und Vertraute bezeichnet, die er selbst ausgewählt hat. Jeder könne deshalb von sich behaupten, von Gott geliebt und ein Freund Christi zu sein.

Auf das Klosterleben ging der Geistliche ein und sagte, dass dies im Karmel sehr streng ist, man die Türe hinter sich schließt und von der Außenwelt abgeschieden lebt. Das Klosterleben bringe es aber auch mit sich, sich unterzuordnen, Dinge zu tun, die man nicht kennt, oder noch nie getan hat. Das Klosterleben zeige aber auch auf Jesus und seine Liebe im Gebet und in der Arbeit immer wieder neu zu entdecken. Damit sei das Kloster durchaus auch ein Raum voller Leben und Freude. Der Predigt folgten die Fragen zum Profess von Pater Elias Haas an Schwester Teresa Benedicta. So ob sie bereit ist, sich durch das Klosterleben noch enger an Jesus zu binden und ein Leben in Armut zu führen. „Ich bin bereit!“ antwortete Schwester Teresa, bevor sie mit ausgebreiteten Armen auf dem Boden der Kirche lag, während die Allerheiligenlitanei gesungen wurde. Die eigentliche Aufnahme in den Orden symbolisierte der schwarze Schleier, den Priorin Schwester Ancilla überreichte. Bisher trug Schwester Teresa Benedicta einen weißen Schleier. Der schwarze Schleier verweise darauf, dass Christus der Bräutigam ist, dem sie nun in seiner Kirche gehört, sagte Prior Pater Elias Haas. Ein Blumenkranz schmückte dann die neue Schwester.

Text:  Hanns Friedrich

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